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 Präfixaufbau




Ein Rufzeichen (engl. Callsign) dient nach den Regelungen der Internationalen Fernmeldeunion (ITU - International Telecommunication Union), zur Identifikation einer Funkstation.
Die Amateurfunkrufzeichen bestehen aus dem Landeskenner plus einer Ziffer (zusammen Präfix genannt) plus einem ein- bis dreistelligen Suffix (= angehängte Endung, die keine eigenständige Bedeutung besitzt). Bei Sonderstationen darf der Suffix auch länger sein.
Die Landeskenner bestehen aus ein oder zwei Zeichen, entweder einem Buchstaben (im Falle F, G, I, K, M, N, W) oder zwei Buchstaben (z.B. DL, ON, VK) oder einer Ziffer und einem Buchstaben (z.B. 2M, 3A) oder einem Buchstaben und einer Ziffer (z.B. D2, Z3).
Beispiel für den Aufbau eines Rufzeichens:

DL7SP

(DL = LANDESKENNER + 7 = ZIFFER) = PRÄFIX, SP = SUFFIX


Die auf den Landeskenner folgende Ziffer ist häufig eine Kennzeichnung von Regionen des Landes, zum Beispiel in Spanien EA1 bis EA9 oder in Japan JA1 bis JAø oder in Österreich OE1 bis OE9. In anderen Ländern wieder, stellen die Ziffern Angaben zur Lizenzklasse dar. In den meisten Fällen ist die Ziffer allerdings ohne Bedeutung.
So auch in Deutschland, allerdings mit der Ausnahme der Ziffer ø bei DA, DB, DF, DK, DL, DM, DN, DO und DP für Klub- oder Sonderstationen. Auch waren bis zur deutschen Wiedervereinigung z.B. Stationen deren Operator ihre Lizenzen in Berlin (West) abgelegt hatten, durch die Präfixe DL7 bzw. DC7 als Berliner zu erkennen. Allerdings behielten sie ihre Rufzeichen, wenn sie aus Berlin wegzogen, so dass diese Zuordnung für den Standort nicht immer zutraf, lediglich nur für den Ort der Lizenzerteilung.
Bei Landeskennern, die an der zweiten Stelle eine Ziffer haben, wird trotzdem eine weitere Ziffer angehängt, so dass eine zweistellige Zahl dabei herauskommt, zum Beispiel C31AA. Die "31" ist also keine zweistellige Zahl sondern die "3" gehört zum Landeskenner und die "1" ergänzt den Präfix. Man sollte "3" "1" sprechen, nicht "31".
Der Suffix dient oft auch zur Kennzeichnung der individuellen Station. Zum Teil wird die Anzahl der Buchstaben im Suffix zur Bezeichnung der Lizenzklasse verwendet oder häufig der erste Buchstabe K im Suffix für Klubstationen oder auch der erste oder der letzte Buchstabe zur geografischen Unterteilung des Landes.
Die Landeskenner werden von der "Internationalen Telecomunication Union" (ITU) festgelegt. Dort stehen die Rufzeichenblöcke in einer dreistelligen Liste (siehe Landeskennerliste).
Befindet sich ein Funkamateur mit seiner Funkstation in einem anderen Land, so setzt er den Landeskenner des Gastlandes vor sein eigenes Rufzeichen. In den Ländern Europas (CEPT) gibt es für die Klassen A und teilweise auch E Gegenseitigkeitsabkommen (Empfehlungen T/R 61-01), die es gestatten, mit dem Heimatrufzeichen im Gastland Funkbetrieb durchzuführen. LX/DL7SP zum Beispiel, ist eine deutsche Amateurfunkstation, die sich derzeit in Luxemburg befindet. Es gelten allerdings immer die Verordnungen (Gesetze) des Gastlandes.


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